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← Blog  ·  6. Mai 2026

Wie wir unsere Band organisiert haben – und warum ich BandBook gebaut habe

Eine echte Geschichte über eine riesige Word-Datei, zu viele Tools und den Moment wo ich einfach angefangen habe, selbst etwas zu bauen.

Bandorganisation – WhatsApp und Chaos

Vor etwa zwei Jahren habe ich angefangen, ein kleines Orga-Tool für unsere Band zu bauen. Nicht weil ich das unbedingt wollte – sondern weil wir immer wieder gegen dieselben Probleme gelaufen sind und ich irgendwann keine Lust mehr hatte, sie zu umgehen.

Das eigentliche Problem: die Setliste

Unsere Setliste lebte in einer großen Word-Datei. Alle Songs drin, alles hintereinander. Wollte man die Reihenfolge ändern – für einen bestimmten Gig, für eine kürzere Set-Variante, für einen anderen Anlass – dann war das ein manuelles Jonglieren. Ausschneiden, einfügen, hoffen dass die Formatierung überlebt. Und dann noch die Frage: Welche Version liegt jetzt eigentlich auf OneDrive? Ist das die aktuelle?

Das war der Ausgangspunkt. Ich wollte die Songs einzeln verwalten und dann Setlisten per Drag & Drop zusammenstellen – und daraus automatisch ein komplettes Songbook als PDF generieren. Klingt simpel. War aber genau das, was kein bestehendes Tool so gemacht hat wie ich es mir vorgestellt hatte.

Ich hab mir natürlich auch die bekannten Apps angeschaut – aber irgendwie hat mir immer irgendwas gefehlt oder es war nicht so ganz unser Workflow.

Dann kam der Kalender

Als die Setlisten-Verwaltung stand, war der nächste logische Schritt ein gemeinsamer Kalender. Termine anlegen, zu- und absagen – und zwar richtig, nicht mit einem Daumen-hoch-Emoji im Chat. Jeder sollte den Kalender auch abonnieren können, damit die Bandtermine direkt im Handy-Kalender landen.

Dazu kamen Abwesenheiten: Wer Urlaub hat oder einen anderen Termin, trägt das ein – und alle sehen sofort ob eine Probe mit halber Besetzung überhaupt Sinn macht. Klingt selbstverständlich, hat aber vorher bei uns nicht wirklich funktioniert.

Und dann habe ich einfach Spaß gefunden

An diesem Punkt hätte ich aufhören können. Setlisten und Kalender – das wäre schon eine echte Verbesserung gewesen. Aber ich habe Spaß gefunden.

Als nächstes kamen ToDo-Listen, Umfragen und eine Equipment-Verwaltung. Gerade die Packlisten haben bei uns viel gebracht: Man sieht direkt wer was zum nächsten Auftritt mitbringt, was noch fehlt, was vergessen wurde. Nie wieder "Wer hat eigentlich das DI-Box dabei?"

Dann habe ich das Ganze zu einem Gig-Konzept zusammengefasst: Man legt einen Gig an und hängt Setlist, Packliste, ToDo-Liste, Veranstalter und Location direkt dran. Alles an einem Ort, alles verknüpft. Und aus den Setlisten lassen sich nicht nur Songbooks generieren, sondern auch einfache Bühnen-Setlisten oder Listen für die GEMA.

Das Proben-Feature – mein persönlicher Favorit

Aber wenn ich ehrlich bin, ist das Proben-Feature das, worauf ich am meisten stolz bin. Während der Probe klickt man einfach an was gespielt wurde, bewertet den Durchlauf mit Sternen, schreibt Notizen und Kommentare direkt zum Song. Songs die noch nicht so klappen kommen auf Wiedervorlage.

Wenn man das konsequent nutzt, sieht man sehr schnell: Was wurde lange nicht geprobt? Was hat letzte Woche noch nicht funktioniert? Was sollten wir nächste Mal angehen? Das macht aus einer losen Probe eine strukturierte Vorbereitung – ohne großen Aufwand.

Warum ich das jetzt für andere Bands zugänglich mache

Bei uns hat BandBook tatsächlich einiges an Chaos rausgenommen. Keine verstreuten Setlisten mehr, keine "Welche Version ist aktuell?"-Diskussionen, kein Equipment das vergessen wird.

Irgendwann habe ich mich gefragt: Wäre sowas auch für andere Bands sinnvoll? Die Antwort – nach vielen Gesprächen mit anderen Musikern – war eindeutig ja. Wir sind nicht die einzige Band die so arbeitet.

Deshalb ist BandBook jetzt online – für alle Bands die dieselben Probleme kennen. Die ersten 6 Wochen sind kostenlos. Probiert gerne alles aus. Alle Features gibt's hier im Überblick.