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← Blog  ·  20. Mai 2026

BandBook vs. BANDZONE – Ein ehrlicher Vergleich für Bands

Ist Bandbook eine echte BANDZONE Alternative?
Zwei Tools, eine Mission. Aber je nachdem, wie eure Band tickt, gibt es durchaus Unterschiede.

BandBook vs. BANDZONE – Ein ehrlicher Feature-Vergleich

Wenn man anfängt, seine Band ernsthafter zu organisieren, landet man früher oder später bei einer überschaubaren Auswahl an sinnvollen Tools. BANDZONE ist eines der bekanntesten davon – und BandBook eines der neueren. Wir werden nicht so tun, als ob wir hier neutral wären: BandBook ist unser Produkt. Aber wir versuchen trotzdem, diesen Vergleich so ehrlich wie möglich zu halten. Denn am Ende bringt euch ein Tool, das nicht zu eurer Band passt, herzlich wenig.

Also: Wer sind die beiden, was können sie – und für wen ist welches besser geeignet?

Zwei Tools, zwei Ansätze

BANDZONE kommt aus Starnberg – ist also wie BandBook ein deutsches Produkt – und ist seit einigen Jahren am Markt. Es ist solide, übersichtlich und inzwischen mit nativen Apps für iOS und Android ausgestattet. Der Fokus liegt nach unserer Meinung klar auf den Basics: Kalender, Setlisten, Song-Datenbank, Datei-Ablage. Für Bands, die genau das brauchen und nicht mehr, ist das eine gute Wahl.

BandBook hat einen etwas anderen Ausgangspunkt. Es ist aus dem Alltag einer echten Coverband entstanden – und das merkt man. Neben den üblichen Organisationsfeatures steckt hier deutlich mehr Energie in den Bereich, der meistens vergessen wird: Was passiert eigentlich rund um den Gig? Wer kommuniziert mit dem Veranstalter? Wer schreibt die Rechnung? Wie behält die Band die Finanzen im Blick?

Das klingt vielleicht trocken. Ist es aber nicht – zumindest nicht, wenn man das erste Mal vergessen hat, drei Wochen nach dem Auftritt noch eine Erinnerungsmail an den Veranstalter zu schicken, weil die Rechnung noch offen ist.

Was beide können

Zunächst das Offensichtliche: Beide Tools decken die Grundlagen ab. Geteilter Kalender mit Abwesenheitsverwaltung, Setlist-Erstellung, Song-Datenbank, GEMA-Listen, Dateiablage, öffentliches Band-Profil. Wer nur das braucht, wird mit beiden glücklich. In den reinen Kalenderfeatures hat BANDZONE vermutlich die Nase leicht vorn.

Was nur BandBook kann

Hier wird's interessant. Fangen wir mit dem Bereich an, der für viele Bands den größten praktischen Unterschied macht:

BandBook hat einen vollständigen Gig-Workflow – von der ersten Anfrage bis zur bezahlten Rechnung. Das bedeutet konkret: Ihr legt einen Gig an, wählt einen gespeicherten Veranstaltungsort und einen Veranstalter-Kontakt aus eurer Datenbank, schreibt direkt aus BandBook heraus ein Angebot, schickt es ab, bekommt eine Antwort (direkt in BandBook), stellt nach dem Auftritt die Rechnung – und falls die noch offen ist, kann BandBook automatisch eine Erinnerungsmail schicken. Der gesamte Kommunikationsverlauf bleibt am Gig hängen, nichts verliert sich in E-Mail-Postfächern. BANDZONE kennt wiederverwendbare Veranstaltungsorte, aber eigene Veranstalter-Kontakte mit Kommunikationsverlauf gibt es dort nicht.

BandBook vs. BANDZONE – Ein ehrlicher Feature-Vergleich

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: die erste Hürde. Wer mit einer neuen Plattform anfängt, will nicht tagelang Songs manuell eintippen. BandBook macht den Einstieg deshalb so einfach wie möglich: Songs lassen sich per CSV importieren, direkt aus MobileSheets oder ForScore übernehmen, oder – am schnellsten – einfach bis zu 50 PDFs auf einmal reinziehen. BandBook legt daraus automatisch Songs an, inklusive Dateiverknüpfung. Wer schon eine bestehende Songsammlung hat, ist in Minuten drin.

Dann ist da das Notenmaterial. BandBook kann ChordPro-Dateien und einfache Texte automatisch in saubere PDFs umwandeln – inklusive Transponierung. Ihr spielt einen Song in A-Dur, aber der Gastsänger braucht ihn in G? Ein Klick. Aus all diesen Songs lässt sich außerdem ein komplettes Songbook zusammenstellen, das immer aktuell ist. Und im integrierten PDF Viewer kann jedes Bandmitglied eigene Annotationen machen – ganz privat, niemand sonst sieht sie. BANDZONE bietet das übrigens auch, aber beschränkt auf Stift und Marker. BandBook geht weiter: Bilder einfügen, Stempel setzen, Copy-Paste direkt im Viewer. Wer seine Noten wirklich durcharbeitet, merkt den Unterschied.

Wer parallel zu BandBook noch mit MobileSheets oder ForScore unterwegs ist, kann fertige Setlists direkt dorthin exportieren – die Reihenfolge bleibt erhalten, der Wechsel zwischen den Apps geht nahtlos.

BandBook vs. BANDZONE – Ein ehrlicher Feature-Vergleich

Dazu kommt ein deutlich tieferes Proben-Modul: Songs können während der Probe bewertet werden, es gibt Wiedervorlagen für Songs die noch nicht sitzen, und Statistiken zeigen auf einen Blick, was lange nicht geprobt wurde. Klingt nach Details – aber wer kurz vor dem Auftritt feststellt, dass ein Song seit Monaten nicht mehr dran war, weiß warum das wichtig ist.

Und schließlich: Finanzverwaltung. Einnahmen und Ausgaben der Band an einem Ort, klar getrennt von der privaten Buchhaltung der Mitglieder. Wer mehrere Projekte oder Töpfe verwaltet, kann das über Unterkonten abbilden – zum Beispiel getrennt nach Gig-Einnahmen, Proberaumkosten oder Equipment-Rücklagen. Am Jahresende lässt sich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) direkt aus BandBook exportieren – praktisch für alle, die ihre Bandfinanzen auch steuerlich sauber halten wollen.

Was nur BANDZONE kann

Ehrlich ist ehrlich. BANDZONE hat native Apps für iOS und Android – BandBook (noch) nicht. Wer Wert darauf legt, die App aus dem Store zu installieren und Push-Benachrichtigungen über den normalen Weg zu bekommen, bekommt das bei BandBook aktuell nicht. Wir setzen auf eine Progressive Web App (PWA), die auf dem Homescreen genauso aussieht und sich fast genauso anfühlt – aber sie kommt eben nicht aus dem App Store.

BANDZONE bietet außerdem Instrument-Rollen pro Song, also wer bei welchem Song welches Instrument spielt. Das ist für Standardbands eher ein Nischenfeature, für Bigbands oder Ensembles mit wechselnder Besetzung aber durchaus praktisch.

Was wirklich nützlich ist: Bei BANDZONE kann man für jeden Termin festlegen, welche Mitglieder überhaupt eingeladen sind. Probe nur für die Bläser? Stimmprobe nur für den Chor? Das lässt sich direkt am Termin hinterlegen, die anderen bekommen erst gar keine Benachrichtigung. Für Bands mit wechselnder Besetzung oder vielen Teilgruppen ein echtes Plus. Und wer bei der Setlist-Erstellung auf anonyme Abstimmungen setzt – also demokratisch entscheiden lassen, welche Songs gespielt werden – findet das dort ebenfalls.

Der Vergleich

Feature BandBook BANDZONE
Kalender & Events
Abwesenheitsverwaltung
Setlist-Verwaltung
Song-Datenbank
GEMA-Listen
Datei-Storageab 1 GB, erweiterbar8 GB inklusive
Öffentliches Band-Profil✅ (band.bio)
Doodle / Terminabstimmung
Proben-Management✅ mit Bewertung & StatistikenBasis
Gig-Verwaltung
Angebote & Rechnungen
Veranstalter-Kommunikation & Scheduled Mails
Finanzverwaltung
Massenimport (CSV, MobileSheets, ForScore, PDF-Drag&Drop)
ChordPro / Text → PDF inkl. Transponierung
Songbooks (PDF-Sammlung aller Songs)
PDF Viewer + Annotationen✅ Stift, Marker, Bilder, StempelStift & Marker
Setlist-Export nach MobileSheets / ForScore
Native App (iOS / Android)PWA
Instrument-Rollen pro Song
Teilnehmer-Auswahl pro Termin
Wiederverwendbare Veranstaltungsorte
Veranstalter-Kontakte
Anonyme Song-Ratings
Kostenloser Trial✅ 6 Wochen Premium32 Tage

Was kostet das Ganze? (Stand: Mai 2026)

Beim Preis gibt es einen klaren Gewinner – zumindest für die meisten Bandgrößen. BandBook kostet aktuell 2,99 € pro Monat für bis zu 10 Mitglieder, egal ob ihr zu dritt oder zu neunt seid. Jede weitere Gruppe von 5 Mitgliedern kostet 1,99 € Aufpreis. BANDZONE staffelt nach Mitgliederzahl und wird für wachsende Bands entsprechend teurer – 7,50 € für bis zu 4, 9,50 € für bis zu 8, 18 € für bis zu 32 Mitglieder.

Bandgröße BandBook BANDZONE (Stand Mai 2026)
Trio / Quartett (bis 4)2,99 €/Monat7,50 €/Monat
Standard-Band (bis 8)2,99 €/Monat9,50 €/Monat
Mittelgroße Band (bis 10)2,99 €/Monat18,00 €/Monat
Big Band (bis 15)4,98 €/Monat18,00 €/Monat
Ensemble/Orchester (30 Musiker)10,95 €/Monat18,00 €/Monat
Kostenloser Trial✅ 6 Wochen Premium32 Tage

BandBook bietet außerdem einen 6-wöchigen Premium-Trial – ohne Kreditkarte. BANDZONE gibt 32 Tage. Wer in Ruhe ausprobieren will, hat bei BandBook schlicht mehr Zeit dafür.

Fazit: Welches Tool für welche Band?

Wer sucht, was BANDZONE bietet – einen gut strukturierten Kalender, Setlisten, Song-Datenbank und native Apps – bekommt das dort mehr als solide geliefert. Wer zusätzlich Wert auf Instrument-Rollen oder anonyme Abstimmungen legt, ist dort besonders gut aufgehoben.

Wer aber als Band etwas mehr sucht – Gigs bucht, Angebote schreibt, Rechnungen stellt, Noten verwaltet und die Proben wirklich trackt – bekommt mit BandBook mehr für weniger Geld. Und das ist kein Zufall, sondern der Grund, warum BandBook überhaupt gebaut wurde. Ziel bleibt, dass für die Organisation kein zusätzliches Tool nötig ist.

BandBook ist kostenlos zu testen – ohne Kreditkarte, ohne Zeitdruck. Einfach loslegen und schauen, ob's passt.